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07.05.02 Premiere: Formel-3-Monoposti im Oval
Obwohl die Int. Deutsche Formel-3-Meisterschaft am 20. und 21. September 2002, im Rahmen der ‚German 500’, ihre Rennen auf dem 4,5 Kilometer langen Grand Prix Kurs des EuroSpeedway Lausitz austragen wird, testet man am 06. und 07. Mai 2002 auf dem Trioval.
 

Dabei handelt es sich jedoch nicht um zwei offizielle Testtage der Formel-3-Vereinigung (F3V), sondern um eine freiwillige Aktion, zu der sich zwei Teams bereitgefunden haben. Den Dallara 3/02 Opel des Opel Team BSR fährt der Pforzheimer Frank Diefenbacher, die drei Dallara 3/02 Opel-Spiess des Swiss Racing Team werden vom Österreicher Norbert Siedler und von den beiden Schweizern Marc Benz und Gilles Tinguely pilotiert. Leider war der 3,2 Kilometer (2 Meilen) lange Superspeedway bis zum Nachmittag des ersten Testtages nicht befahrbar. Nieselregen und Nebel verhinderten sichere Runden auf dem schnellen Ovalkurs. Den Vormittag nutzte die Formel-3-Vertretung, zu der auch F3V-Geschäftsführer Manfred Hahn und die Teamchefs Bertram Schäfer und Othmar Welti zählen, zum Austausch mit der CART-Delegation aus den USA. Der routinierte ChampCar-Pilot Roberto Moreno gab theoretische Einführung ins Oval-Fahren, viele Erklärungen der Gefahrenpunkte und hilfreiche Tipps. 

Nach einer Streckenbegehung fuhren um 13.30 Uhr die Jet-Dryer ins Trioval. Diese Pick-Ups sind mit Flugzeugturbinen auf der Ladefläche ausgerüstet und so in der Lage, die Fahrbahn zu trocknen. Um 15.30 Uhr stand dann die Formel-3- Premiere auf dem einzigen deutschen Ovalkurs in der Niederlausitz an. Bei anfänglichem Sonnenschein drehten die vier Formel-3- Monoposti ihre Runden. Nach zwei Turns von jeweils 30 Minuten stand ein gründlicher Technik-Check an. „Dabei waren überhaupt keine Probleme erkennbar. Auch die Befürchtung, die Motoren könnten unter der dauernden Vollgasfahrt leiden, bestätigte sich nicht. Norbert Siedler beispielsweise fuhr fast einen gesamten 30-minütigen Turn, ohne jegliches Problem“, zog Manfred Hahn ein erstes Resümee. Lob kam auch von Roberto Moreno: „Erstaunlich, wie schnell die Jungs aus der Deutschen Formel-3-Meisterschaft eine vernünftige Linie im Oval gefunden haben.“ Natürlich ging keiner der Fahrer ans Limit, genauso wenig wie die Techniker, die vor allem im Bereich der Aerodynamik keine Risiken eingingen. Die Formel-3-Monoposti fuhren ein Durchschnittstempo von rund 228 km/h und eine Spitzengeschwindigkeit von gut 246 km/h. Nachdem man sich nun der Feinabstimmung der Fahrzeuge gewidmet hat, rechnet man künftig mit 265 km/h Spitze und einem Schnitt von rund 240 km/h. 

Vor allem Norbert Siedler zeigte sich sehr angetan: „Es ist eine Wahnsinnserfahrung, immer mit Vollgas zu fahren. Anfangs hatte ich einen gehörigen Respekt, bin auch nicht voll gefahren, doch die letzten 30 Runden gingen volle Pulle. Ich habe ein eher etwas untersteuerndes Auto gehabt, was uns auch Roberto Moreno empfohlen hat. Denn er hat uns immer wieder vor einem ausbrechenden Heck gewarnt. Wenn das passieren würde, würde man direkt in der Mauer hängen. Ich kann nur sagen, dass alle anderen Formel-3- Fahrer, die nicht hier waren, um eine riesige Erfahrung ärmer sind.“ Nach einem dritten 30-Minuten-Turn endete der erste Testtag mit einer Besprechung, an der auch die Techniker des Reifenlieferanten Yokohama teilnahmen.

Am Dienstag, 07. Mai 2002, ist die Fortsetzung des Tests geplant. Nach zwei Turns von wiederum 30 Minuten soll um 11.00 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden, zu der bereits jetzt mehr als 20 Journalisten angemeldet sind. Den Abschluss bildet danach ein letzter 30-Minuten-Turn mit anschließender Besprechung der Formel-3-Premiere auf dem Trioval des EuroSpeedway Lausitz.

Offizieller Pressetext der Formel-3-Vereingung e.V. 
www.formel3.com -da, 05.05.02
 
 


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© copyright by Redaktionsbüro Kebschull   07.05. 2002