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Derlot gewinnt in Pau / Deutsche Vertreter im Spitzenfeld
Was sich bereits im Training angedeutet hatte, setzte sich
im Rahmen des 62. Grand Prix Automobile de Pau beim FIA
Formule 3 Europe Cup fort: die Franzosen nutzten am
Pfingstwochenende ihren Heimvorteil. Renaud Derlot siegte
im Dallara 3/02 Renault-Sodemo des Teams Arte Signature Elf
mit 0,856 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Bruno
Besson im Dallara 3/02 Renault-Sodemo des Teams Saulnier
Motorsport. „Hier in Pau ist es unglaublich wichtig, die
Strecke zu kennen – nicht nur für den Fahrer, sondern auch
für die Teams. Der schwierige Stadtkurs ist sehr holprig
und hat arge Löcher, die Formel-3-Monoposti werden
regelrecht durchgeschüttelt. Da muss man ein ganz
spezielles Set-up nutzen“, erklärt Angelo Rosin, der
Teamchef des Prema Powerteams. Klar, das vor allem die
französischen Teams ihren Wissensvorsprung nutzten,
immerhin kennen sie die ....lange Strecke aus zahlreichen
Rennen der Formel-Renault, Formel Campus und eben aus der
Formel 3.
Den dritten Platz im 23-köpfigen, internationalen
Starterfeld belegte der Australier James Courtney im
Dallara 3/02 Mugen-Honda des britischen Spitzenteams Carlin
Motorsport. Nachdem der Trainingsschnellste Tristan
Gommendy (Dallara 3/02 Renault-Sodemo) mit abgestorbenem
Motor bereits wenige Meter hinter dem Startlinie alle
Hoffnungen begraben musste, war der Weg zum Sieg für Renaud
Derlot frei. Der Tabellenführer aus der Französischen
Formel-3-Meisterschaft kontrolliert fortan das Geschehen
und hielt einen recht konstanten Sekundenabstand zum
Verfolger Besson. Bis zur 12. Runde war Bernhard Auinger
(Dallara 3/02 Opel) dem Trio Derlot, Besson und Courtney
dicht auf den Fersen, ehe eine Safety-Car-Phase den
Österreicher aus dem Konzept brachte: „Die vor mir haben
eine solch große Lücke gelassen, dass ich beim Re-Start
das
Safety-Car nicht mehr gesehen haben. Ich wusste gar nicht,
geht es schon los, oder nicht. Dies hat mich so verwirrt
und irritiert, dass Kousuke Matsuura mich beim Neustart
überlisten konnte.“ Fortan lieferten sich Courtney,
Matsuura und Auinger auf den Plätzen drei bis fünf einen
sehenswerten Fight. Die kämpfende Truppe raste im
Zentimeterabstand um den Kurs. Und so sehr Auinger auch auf
den Fehler der Vorderleute gehofft haben mag – er passierte
nicht. Auch nicht in der letzten Runde in der berüchtigten
Foch-Schikane, als sich Courtney und Matsuura bedrohlich
nahe kamen. So blieb es beim Abwinken nach 36 Runden im
Ziel bei der Reihenfolge: Derlot, Besson, Courtney,
Matsuura, Auinger. Ein gleichmäßiges und schnelles Rennen
lieferten auch die aus dem deutschen Formel-3-Championat
bekannten Cesar Campanico und Robert Doornbos. Campanico
erreichte dabei sogar die fünftschnellste Rundenzeit. Die
schnellste Runde drehte der Sieger Renaud Derlot im achten
Umlauf in 1.13:183 Minuten, was einem Schnitt von 135,769
km/h entspricht.
Während Rizal Ramli als 14. auf dem letzten Platz sein Pau-
Debüt beenden konnte, kam Stefan de Groot nur eine Runde
weit. Im Startgetümmel hatte sich der Niederländer einige
Blessuren an den Seitenkästen zugezogen. Auch für
Vitantonio Liuzzi lief der erste Auftritt beim FIA Formule
3 Europe Cup in Pau nicht zufrieden stellend. Nach mehreren
Mauerkontakten in den Trainings und warm up wurde der
Kartweltmeister im Rennen nach fünf Runden von einer
defekten Batteriehalterung gestoppt.
Auch ohne Sieg und Podestplatz haben sich die Vertreter aus
der Int. Deutschen Formel-3-Meisterrschaft in Pau achtbar
geschlagen – vor allem der Japaner Kousuke Matsuura und der
Österreicher Bernhard Auinger. „Sie konnten durchaus das
Tempo an der Spitze mitgehen, haben mit viel Herz und
Verstand gekämpft und den Zuschauern bei brütender Hitze
eine Menge gezeigt. Selbst wenn es das Ergebnis nicht so
deutlich macht, sind die Fahrer aus unserem deutschen
Championat auch international immer für Spitzenplätze gut,“
urteilte Bertram Schäfer, als Vizepräsident der Formel-3-
Vereinigung (F3V).
Ergebnisse unter www.formel3.com
Offizieller Pressetext der Formel-3-Vereingung e.V.
www.formel3.com -da, 20.05.02 |