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Zeittraining 5. Lauf DTM Norisring, 28.-30. Juni 2002
29. Juni 2002
Erste Bestzeit für Mattias Ekström
Leistungsdichte höher denn je
Mattias Ekström holte sich im Zeittraining zum fünften Lauf
der DTM auf dem Nürnberger Norisring die erste Pole-Position seiner
DTM-Karriere. Der 24 Jahre junge Schwede umrundete im Abt-Audi TT-R den
nur 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in 49,239 Sekunden. „Im vergangenen
Jahr hatte ich hier noch viele Schwierigkeiten, aber dieses Mal scheint
für mich alles nach Plan zu laufen“, so der Schwede. Mit seiner Bestzeit
war er 0,130 Sekunden schneller als sein französischer Teamkollege
und DTM-Tabellenführer Laurent Aiello. Der amtierende Meister Bernd
Schneider fuhr als schnellster Fahrer eines Mercedes-Benz CLK-DTM exakt
die gleiche Zeit wie sein Markenkollege Uwe Alzen. Weil aber Schneider
seine Runde eher absolvierte als Alzen, geht er als Dritter ins Qualifikationsrennen,
Alzen als Vierter. Auf dem Norisring zeigte sich erneut die enorme Leistungsdichte
in der DTM. So hatten etwa im freien Training alle 21 Fahrer innerhalb
von sieben Zehntelsekunden gelegen – ein neuer Rekord. Ebenfalls Rekord
verdächtig: Die Trainingsbestzeit des Jahres 2002 liegt um eine ganze
Sekunde unter der des Vorjahres.
Eine Schrecksekunde erlebte Martin Tomczyk zu Beginn des Trainings,
als sein Abt-Audi TT-R beim Anbremsen der Grundigkehre ins Schleudern geriet
und seitlich in die Reifenstapel einschlug. Das Training wurde für
22 Minuten unterbrochen. „Wir müssen die Ursache noch analysieren
und prüfen, ob wir das Auto bis morgen reparieren können. Das
Wichtigste ist aber, dass Martin unverletzt blieb“, erklärte Teamchef
Hans-Jürgen Abt. Sein Bruder Christian Abt konnte im Zeittraining
nur fünf von zwölf möglichen Runden fahren, da das Getriebe
seines Abt-Audi explodiert war. Dennoch schaffte Abt es mit seinem sechsten
Startplatz ebenso unter die ersten Zehn wie sein österreichischer
Teamkollege Karl Wendlinger.
Mercedes-Benz Sportchef Norbert Haug: „Ich freue mich über die
geschlossene Mannschaftsleistung unserer vier Piloten des HWA-Teams, die
gerade 0,077 Sekunden auseinander liegen. Und mit Bernd Schneider, Uwe
Alzen und Jean Alesi haben wir drei Fahrer unter den ersten Fünf.
Die Zeit-Unterschiede sind hier äußerst knapp, aber genau das
macht ja die Faszination der DTM aus.“ Bernd Schneider zeigte sich „sehr
zufrieden“ mit seinem Startplatz: „Das wird äußerst spannend
morgen“, versprach der Schwager von Fußball-Nationalspieler Oliver
Bierhoff.
Bei Opel hatte man sich für das Zeittraining auf dem Norisring
mehr ausgerechnet als den neunten Platz für Joachim Winkelhock. „Zwei
Zehntel habe ich zwar durch einen kleinen Fehler verloren, aber die Bestzeit
von Mattias Ekström war nicht zu schlagen“, erklärte der Schwabe.
„Jetzt muss ich halt im Rennen stärker angreifen.“ Timo Scheider belegte
Startplatz zehn, eine Position vor Manuel Reuter. „Bei der Leistungsdichte
auf dem Norisring sorgt schon der kleinste Fehler dafür, dass man
zwei, drei Reihen weiter hinten steht“, analysierte Sportchef Volker Strycek.
„Wir sind nicht zufrieden mit unserer heutigen Leistung, denn wir waren
gestern besser. Jetzt müssen wir analysieren, wieso wir im Qualifying
den Speed nicht erreicht haben.“
Ergebnis Zeittraining:
1. Mattias Ekström (Abt-Audi)
49,239 Sekunden
2. Laurent Aiello (Abt-Audi)
49,369 Sekunden
3. Bernd Schneider (Mercedes-Benz)
49,379 Sekunden
4. Uwe Alzen (Mercedes-Benz)
49,379 Sekunden
5. Jean Alesi (Mercedes-Benz)
49,386 Sekunden
6. Christian Abt (Abt-Audi)
49,425 Sekunden
7. Karl Wendlinger (Abt-Audi)
49,455 Sekunden
8. Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
49,456 Sekunden
9. Joachim Winkelhock (Opel)
49,652 Sekunden
10. Timo Scheider (Opel)
49,660 Sekunden
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