| Stimmen nach dem Rennen
Laurent Aiello (Platz 4 / Platz 1): „Das war sicherlich eines der besten
und härtesten Rennen meiner ganzen Karriere. Kompliment und Danke
an Bernd Schneider für den fairen Kampf. Ehrlich gesagt, habe ich
nicht daran geglaubt, noch vorbeiziehen zu können: Ich wollte auch
nicht zuviel riskieren und hätte auch mit sechs Punkten für Platz
zwei leben können. Aber dann hat Bernd in der letzten Kurve eine kleine
Lücke gelassen – und die habe ich genutzt. Ohne Frage: Das ist der
schönste Sieg in diesem Jahr.“
Mattias Ekström (Platz 1 / Platz 3): „Ich bin ein bisschen enttäuscht,
weil ich mir den kleinen Ausrutscher in der ersten Kurve geleistet habe.
Aber danach hatte ich ein tolles Rennen, obwohl es wahnsinnig anstrengend
ist, auf dem Norisring wirklich 44 Runden lang absolut konzentriert zu
bleiben. Dafür hatte ich heute von allen Zuschauern den besten Platz:
So nah wie ich konnte keiner das Duell zwischen Laurent und Bernd Schneider
an der Spitze verfolgen.“
Hans-Jürgen Abt (Teamchef): „Eines ist klar: Wenn ich einmal einen
Herzinfarkt erleiden sollte, dann bestimmt auf einem Kommandostand an der
Rennstrecke… Wir haben heute Motorsport vom Allerfeinsten gesehen und ein
Rennen, das bestimmt in die DTM-Geschichte eingehen wird. Natürlich
ist es schade, dass Christian und Karl Pech mit Unfällen hatten. Aber
auf dem Norisring kann so etwas immer passieren.“
Vodafone AMG-Mercedes, Bernd Schneider: „Das war
ein unglaublich spannendes Rennen und Laurent und ich
hatten einen harten aber fairen Zweikampf, der großen
Spaß gemacht hat. Als ich aus der S-Kurve in Richtung
Dutzendteichkehre fuhr, war ich sicher eine gelbe Flagge
gesehen zu haben und ging deshalb früher vom Gas und
Aiello fuhr in der Spitzkehre innen vorbei.“
Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: „Das war
großer Motorsport und das spannendste DTM-Rennen, das
der Norisring je gesehen hat. Bernd Schneider und Laurent
Aiello sind ein tolles und faires Rennen gefahren. Das war
beste Werbung für den Tourenwagensport. Beide Fahrer
können sich als Sieger fühlen. Bernd sagt, er habe in der
letzten Kurve der letzten Runde gelbe Flaggen gesehen und
deshalb früher gebremst. So oder so – er kann mit seiner
Leistung zufrieden sein so wie wir es sind.“ |