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DTM - Vorbericht |
| DTM – Circuit Zolder
Die ersten Erfahrungen wurden gesammelt Schon einen Tag nach dem erfolgreichen Auftakt auf dem kleinen Kurs des Hockenheimrings bereitete sich die DTM auf das Rennen auf dem Circuit Zolder vor. Auf jener Strecke feierte die DTM in den 80er und 90er Jahren meistens den Saisonauftakt bei der legendären Veranstaltung „Bergischer Löwe“. Nach dem Doppelsieg von Abt-Audi beim Auftaktrennen, planen Mercedes-Benz und Opel für des zweite Rennen der Saison, von 3. bis 5. Mai in der belgischen Provinz Limburg, die Revanche. Und Abt-Audi? Dort würde man natürlich gerne an die Leistungen von Hockenheim anknüpfen: Die Abt-Audi TT-R belegten die ersten drei Plätze im Zeittraining sowie Platz eins und zwei im Rennen. Und sie waren mit vier Autos unter den ersten Zehn vertreten. Der erste große Sieger in der dritten Saison der neuen DTM ist Laurent Aiello im Abt-Audi TT-R des Team Abt Sportsline. Der Pariser wird im Mai 33 Jahre alt und plant, in dieser Saison seine vierte Meisterschaftskrone einzufahren. Nach dem Gewinn der französischen, deutschen (STW) und britischen Tourenwagen-Meisterschaft hat nun der Titel in der DTM für ihn Priorität. Auch sein junger schwedischer Markenkollege Mattias Ekström (23, Team Abt) ist zufrieden mit seinem zweiten Platz in Hockenheim – Ekströms bestes DTM-Ergebnis, seit er letztes Jahr in der Serie seinen Einstand feierte. „Die guten Platzierungen unseres TT-R sind das Ergebnis eines Winters voll intensiver Arbeit, aber man sieht, dass der Einsatz sich doppelt bezahlt gemacht hat“, sagte der junge Schwede. Wie wahr, gerade wenn man bedenkt, dass die schnellsten drei im Zeittraining bereits Audi-Fahrer waren: Aiello, Martin Tomczyk und Karl Wendlinger. Im 35 Kilometer kurzen Qualifikationsrennen waren es sogar vier Audi Coupés auf den ersten vier Plätzen. Der dritte Podiumsplatz ging am Sonntag an DTM-Neuling Jean Alesi im AMG-Mercedes. Das war für alle Beteiligten eine faustdicke Überraschung. Nicht, dass jemand die kämpferischen Fähigkeiten des französischen Idols angezweifelt hätte. Aber dass er sich so schnell einspielen würde, war keineswegs selbstverständlich. Erstes Rennen, erstes Podium – geht es noch besser? Alesi – der im übrigen während des gesamten Wochenendes von Presse und Fans belagert wurde – war nach dem Zeittraining (14. Platz) noch unzufrieden mit seiner Leistung, aber bereits beim Start zum Qualifikationsrennen verbesserte er sich um sechs Plätze. Im Wertungslauf hatte er erneut einen glänzenden Start, nutzte alle Erfahrungen und landete schließlich auf einem tollen dritten Rang. Das war Alesis erster Podiumsplatz seit dem Großen Preis von Belgien 1998. Was mag wohl erst die Kombination DTM/Belgien für den Franzosen bedeuten? Noch besser? Die anderen Fahrer der Mercedes-Benz CLK-DTM – insgesamt zehn an der Zahl – werden das Rennen in Zolder womöglich nützen wollen, um den „Kater“ von Hockenheim zu verdrängen. Neben Alesi schafften es ja nur der amtierende Meister Bernd Schneider als Vierter sowie Thomas Jäger (Platz 8) noch in die Top Ten. Das verspricht Spannung für Zolder, denn die Fahrer der Marke aus Stuttgart möchten sicher angreifen und sich revanchieren. Opel hatte drei seiner sechs Werksfahrer unter den ersten Zehn, gleichzeitig der Beweis, dass die drei Marken wettbewerbsfähig sind und wohl die beste Garantie für eine spannende Saison. Timo Scheider (Team Holzer – Platz 5) lobte das stark verbesserte Fahrwerk des Opel Astra V8 Coupé. Joachim Winkelhock (Phoenix – Platz 10) bemerkte selbstkritisch, er hätte sich im Zeittraining etwas mehr anstrengen sollen, hätte aber unter diesen Bedingungen noch das Beste herausgeholt. Alain Menu (Euroteam – Platz neun) war hingegen nicht so zufrieden mit dem Ergebnis, weil sein Opel Coupé viel mehr Potenzial gehabt hätte und er ein deutlich besseres Ergebnis hätte erreichen können. Im Qualifikationsrennen wurde er in einen Dreher gezwungen und Wertungslauf kassierte er eine Stop-and-Go-Strafe, weil sein Auto in der Startaufstellung zu spät auf die Räder gestellt wurde. Dass der Schweizer hoch motiviert nach Zolder reist, liegt auf der Hand. Schwieriger Start für Benelux-Piloten Und die Benelux-Vertreter? Leider sind weder die Niederländer Christijan Albers und Patrick Huisman (beide Mercedes-Benz) noch Yves Olivier (Opel) aus Roeselare in Belgien in die Punkte gefahren. Olivier war zwar der erste Pole-Sitter, nachdem er im Zeittraining als Erster die Strecke umrundet hatte, aber dort blieb er nicht lange. Im Qualifikationsrennen kämpfte er sich auf Platz 14 vor, im Wertungslauf verbesserte er sich auf die 13. Position. Es wäre dem sympathischen Belgier zu wünschen, dass er in Zolder seinen Heimvorteil ausspielen kann! Eigentlich haben auch die beiden Niederländer in Limburg ein Heimspiel. Hoffentlich kommen sie sich dabei nicht in die Quere wie in Hockenheim, als Albers und Huisman bei der Einfahrt ins Motodrom kollidierten und beide ins Kiesbett kreiselten. Im Wertungslauf fiel Albers an neunter Stelle liegend aus, Huisman kam als Zwölfter ins Ziel. Traditionell ist die 3,977 Kilometer lange Strecke mit ihren relativ kurzen Geraden und drei Schikanen, eine Mischung aus voller Beschleunigung und kraftvollem Abbremsen – eine Tortur für das Getriebe und die Hinterachse, für die Reifen und die Bremsen. Sowohl im acht Runden langen Qualirennen (31 Kilometer) als auch im 103,402 Kilometer langen Wertungslauf mit 26 Runden, garantiert die Strecke jede Menge Spektakel. Die Schikane unterhalb der „Sacramentsheuvel“ ist die ideale Stelle zum Überholen. Windschattenfahren auf der fast 900 Meter langen Gegengeraden der Strecke, oder eine halbe Runde später beim Anbremsen der Jacky-Ickx-Schikane ist angesagt, um auf den letzten Metern auszuholen und den Gegner zu kassieren. Auf den Tribünen werden die Zuschauer auf ihre Kosten kommen, soviel ist sicher. Porsche-Neuling Kaffer sorgt für
Auch die Partnerserien der DTM sorgten bereits in Hockenheim für spannende Rennen. Beim immer spektakulären Porsche Carrera Cup war es Neuzugang Pierre Kaffer, der die Aufmerksamkeit auf sich zog. Der 26-Jährige aus Burgbrohl hat sich in den vergangen Jahren die Zähne an der deutschen Formel 3 ausgebissen, wo er dank seines immer angriffslustigen Fahrstils einige Siege und viele Ehrenplätze einfuhr. Dreimal wurde er Vierter im Gesamtklassement. Sein Übergang zu den „Tin Tops“, wie die Formelfahrer die Tourenwagen nennen, erwies sich in Hockenheim als sehr erfolgreich. Der Porsche-Neuling fuhr nicht nur die schnellste Trainingsrunde, auch im Rennen war er eine Klasse für sich. Er hatte einige Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes und fuhr die schnellste Runde. Kaffer hat ganz eindeutig seine Visitenkarte hinterlassen. In seinem Rückspiegel konnte er bestens den Kampf zwischen Wolf Henzler, Christian Menzel und Marc Lieb verfolgen. Diese Namen werden Ihnen vielleicht jetzt nicht allzu viel sagen, aber wenn Sie bedenken, dass Menzel letztes Jahr Dritter in der Porsche-Wertung wurde, dann unterstreicht das Kaffers Klasse. Wenn Sie dann auch noch bedenken, dass die weiteren Ehrenplätze von Roland Asch und Emmanuel Collard belegt wurden, sagt das um so mehr. Nächste Woche stehen die über 20 kampfstarken Fahrer bereit für die zweite Runde. Neuer alter Name – der junge Rosberg souverän im Formel BMW Zweifelsohne kennen Sie noch den Namen Keke Rosberg. Der Finne war 1982 Weltmeister in der Formel 1, fuhr einige Jahre lang spektakulär in der DTM und der ITC und ist heute Manager verschiedener Motorsportgrößen. Aber Keke ist vor allem auch Vater eines 16-jährigen Sohnes. Und Nico Rosberg scheint aus dem richtigen Holz geschnitzt zu sein: Auf dem Hockenheimring gewann er die beiden Rennen der Formel BMW ADAC Meisterschaft souverän – mit jeweils mehreren Sekunden Vorsprung. Und das in seinem ersten Autorennen, nachdem er bislang erfolgreich im Kartsport war. Andere Youngster mit viel Talent sind Thomas Holzer, Christian Mamerow und Maximilian Götz. Im Feld der 28 jungen Wilden werden sie auch auf dem Circuit Zolder ihr Bestes geben. Ein weiterer Neuling, der in Hockenheim auf sich aufmerksam machte, ist Michael Bohrer im ADAC VW Lupo Cup. Im Training musste der „Rookie“ sich lediglich Marc-Uwe von Niesewand-Reich geschlagen geben. Bohrer, der das erste Rennen seines Lebens fuhr, setzte Marc-Uwe gewaltig unter Druck und zog mit einem gekonnten Ausbremsmanöver an ihm vorbei. Von Niesewand kam mit sechs Sekunden Rückstand ins Ziel. Wenn Sie bedenken, dass im Training 13 Fahrer innerhalb einer Sekunde lagen und dass nach einer halben Stunde im Rennen den ersten vom 20. nur 50 Sekunden trennten, dann wird klar, dass „Close Racing“ auch hier beileibe keine hohle Phrase ist. Tickets im Vorverkauf bis zu 25 Prozent billiger De Eintrittspreise beginnen bei 5 Euro für ein Zaunticket am Freitag
und betragen bis zu 58 Euro für ein Wochenendticket auf der Haupttribüne
inklusive Fahrerlager-Zugang (Informationen auch unter www.circuit-zolder.be).
Nur noch wenige Tage gibt es die Tickets auch im Vorverkauf, mit Ermäßigungen
von bis zu 25 Prozent beim Circuit Zolder unter +32 (0) 11/85 88 89.
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