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Mercedes-Youngster Christijan Albers gewinnt sein erstes DTM-Rennen
an der Adria
Die jungen Wilden kommen: Nach der Pole Position für
den 26-jährigen Schweizer Marcel Fässler beim Qualifying, konnte
auf dem Adria International Raceway der 24 Jahre junge Niederländer
Christijan Albers seinen ersten DTM-Sieg feiern.
Er gewann im Mercedes-Benz CLK-DTM auf dem 2,702 Kilometer kurzen Kurs
den zweiten Lauf der Saison vor dem Schweden Mattias Ekström und dem
Franzosen Laurent Aiello (beide Abt-Audi TT-R). Pole-Mann Fässler
wurde Vierter, Auftaktsieger Bernd Schneider Fünfter (beide Mercedes-Benz).
Der Brite Peter Dumbreck fuhr im Opel Astra V8 Coupé als Sechster
und damit bester Opel-Pilot wie schon in Hockenheim in die Punkteränge.
Das DTM-Debüt auf dem brandneuen
Adria Raceway unweit von Venedig war geprägt von spannenden Überholmanövern
auf einer Rennstrecke mit vielen engen Kurven und ohne lange Gerade, die
im Rennen über 1000 Schaltvorgänge erfordert.
Sieger Albers: „Habe mit Bernd den besten Lehrmeister der Welt“
Christijan Albers, durch den Weggang Uwe Alzens kurz vor Saisonstart
zum Mercedes-Team HWA und damit in einen CLK-DTM Baujahr 2003 gewechselt,
war über seinen ersten DTM-Sieg sichtlich gerührt: „Es ist das
Größte, was ich in meiner Karriere erreicht habe“, sagte er.
„Heute war alles perfekt: Das Auto, das Team und die Reifen. Ich bin dankbar
dafür, dass ich die Chance erhalten habe, in einem Siegerteam zu starten.
Außerdem habe ich mit Bernd Schneider als Teamkollegen den besten
Lehrmeister der Welt.“ Der dreimalige DTM-Champion verspielte seinen möglichen
Sieg in der Boxengasse beim Überschreiten des Tempolimits. Motorsportchef
Norbert Haug: „Gratulation an Christijan, ich freue mich über ein
neues und junges Gesicht auf dem Siegerpodest. Das Konzept der Rennstrecke
ist aufgegangen. Sie ist anders als andere Kurse, aber wir haben hier ein
tolles Rennen gesehen.“
Ekström: „Das Rennen auf diesem Kurs war unglaublich hart“
Abt Sportsline überzeugte mit perfekter Teamtaktik. In der Schlussphase
des Rennens ließ Laurent Aiello den schnelleren Mattias Ekström
passieren. Jeweils im Doppelpack konnten sie zunächst Bernd Schneider,
später Marcel Fässler überholen. Beide Mercedes-Piloten
kämpften wegen relativ früher Boxenstopps mit nachlassenden Reifen.
„Das Rennen war unglaublich hart“, so Ekström. „Toll, dass dass wir
diesen Erfolg hatten.“ Champion Aiello: „So ein Überholmanöver
sieht vielleicht einfach aus, aber es ist sehr schwer. Man muss den davor
Fahrenden durch Druck in einen Fehler treiben, ohne unfair zu werden. Das
ist Mattias genial gelungen, und ich konnte davon profitieren. Für
mich ist es um so schöner, da ich im Qualifying mit der Abstimmung
überhaupt nicht auf den Punkt gekommen war.“ Teamchef Hans-Jürgen
Abt sagte: „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs.“
Dumbreck: „Ein Podiumsplatz ist mein nächstes Ziel“
Wie schon beim Auftaktrennen setzte sich Opel-Neuzugang Peter Dumbreck
(GB) als schnellster Opel-Pilot in Szene, und holte als Sechster erneut
Punkte. „Am Anfang des Rennens konnte ich der Spitze folgen, aber dann
haben die Hinterreifen nachgelassen. Bester Opel-Fahrer zu sein ist natürlich
klasse, mein nächstes Ziel ist ein Podiumsplatz.“ Alain Menu fuhr
als Achter ebenfalls in die Punkte, Joachim Winkelhock war als Neunter
dritter Opel-Pilot in den Top Ten. Opel-Sportchef Volker Strycek kommentierte:
„Ein tolles Rennen – ich denke, die DTM hat hier in Italien eine starke
Vorstellung gegeben.“
Ergebnis Rennen:
1. Christijan Albers (Mercedes-Benz)
47 Runden in 58.00,584 Minuten
(Schnitt 131,351 km/h)
2. Mattias Ekström (Abt-Audi)
08,511 Sekunden
3. Laurent Aiello (Abt-Audi)
09,106 Sekunden
4. Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
10,611 Sekunden
5. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 11,253 Sekunden
6. Peter Dumbreck (Opel)
26,233 Sekunden
7. Jean Alesi (Mercedes-Benz)
50,188 Sekunden
8. Alain Menu (Opel)
1.03,734 Minuten
9. Joachim Winkelhock (Opel)
1.11,389 Minuten
10. Bernd Mayländer (Mercedes-Benz) 1.11,902 Minuten
Punktestand Fahrer (nach zwei von zehn Rennen)
1. Christijan Albers (Mercedes)
14
Bernd Schneider (Mercedes-Benz)
14
3. Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
13
4. Laurent Aiello (Abt-Audi)
12
5. Mattias Ekström (Abt-Audi)
9
6. Jean Alesi (Mercedes-Benz)
7
7. Peter Dumbreck (Opel)
6
8. Timo Scheider (Opel)
2
9. Alain Menu (Opel)
1
Nächstes DTM-Rennen:
23. – 25. Mai Nürburgring |