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10. und letzter Lauf DTM
Hockenheimring Baden-Württemberg, 3.-5. Oktober 2003
Bernd Schneider ist DTM-Champion
2003, Jean Alesi siegt im Finale
Es war der Tag der Entscheidungen
in der DTM-Saison 2003. Beim zehnten und letzten Lauf auf dem Hockenheimring
Baden-Württemberg wurde
Bernd Schneider zum DTM-Champion 2003 gekrönt. Mercedes-Teamkollege
Jean Alesi feierte seinen zweiten Saisonsieg, Abt-Audi-Pilot Mattias Ekström
und Marcel Fässler (Mercedes-Benz) fuhren zusammen mit dem Ex-Formel-1-Piloten
Alesi auf die weiteren Podestplätze. Peter Dumbreck eroberte im Opel
Astra V8 Coupé mit kämpferischer Leistung Rang vier. Das Saisonfinale
der DTM verfolgten 105.000 Zuschauer – eine Rekordkulisse.
Nachdem er vor der Mercedes-Tribüne
noch Gummispuren für seine treuen Fans gelegt hatte, ließ es
sich Bernd Schneider dann auch nicht nehmen, vor der Haupttribüne
einige Beulen in das Dach seines AMG-Mercedes CLK zu hüpfen. Seine
Mechaniker werden es dem frisch gekürten DTM-Champion 2003 verzeihen.
Dem 39 Jahre alten
Wahl-Monegassen reichte
beim letzten Rennen der Saison 2003 ein sechster Platz. Sein einziger Titelrivale,
Christijan Albers, wurde nach einem Reifenschaden in der 27. von 37 Runden
nur Zwölfter. Schneider, der mit einem winzigen Punkt Vorsprung in
das spannungsgeladene DTM-Finale gegangen war, sicherte sich den Titel
in Europas führender
Tourenwagen-Serie nach 1995,
2000 und 2001 bereits zum vierten Mal. Insgesamt hat Schneider in DTM und
ITC 37 Siege eingefahren.
Bernd Schneider: „Es wäre
richtig eng geworden“
„Ich bin einfach nur happy“,
erklärte Schneider jubelnd im Ziel. Dabei musste auch er nach einem
Reifenschaden in der 18.
Runde um den Titel bangen.
Er hatte jedoch Glück, dass es wenige Meter vor der Einfahrt in die
Boxengasse passierte.
Schneider verlor daher weniger
Zeit als Albers, der noch die halbe Strecke auf drei intakten Rädern
absolvieren musste.
„Ein bisschen Glück
gehört halt dazu, das hatte ich heute nicht“, fasste Albers die Titelentscheidung
zusammen. „Ich bin
noch jung, und ich habe
eine super Saison hinter mir.“ Ab der 25. von 37 Rennrunden war es zu einem
brisanten, direkten Duell der beiden Titelrivalen gekommen: Albers machte
sich – bis zu dem Reifenplatzer – im Rückspiegel von Schneiders Mercedes-Benz
breit. „Es wäre richtig eng geworden. Aber ich kann damit gut leben,
dass es so ausgegangen ist“, atmete Schneider durch. Mercedes-Benz-Motorsportchef
Norbert Haug konnte mit Albers mitfühlen: „Das ist hart, und es tut
mir
Leid für ihn. Aber
das Drehbuch dieser Saison hätte nicht besser geschrieben werden können.
Ein Lob verdient auch Jean
Alesi, er ist toll gefahren.
Und ein Kompliment möchte ich auch unseren Wettbewerbern von Audi
und Opel machen: Wir hatten vielleicht hie und da das bessere Händchen,
aber insgesamt haben sich die drei Marken gleichwertig präsentiert.“
Mattias Ekström:
„Mein Abt-Audi TT-R war heute reif für einen Sieg“
Nur knapp schrammte Abt-Audi-Pilot
Mattias Ekström an seinem zweiten DTM-Sieg vorbei. Der Schwede hatte
im Ziel gerade einmal 0,213 Sekunden Rückstand auf Sieger Jean Alesi
und probierte bis zur letzten Kurve an dem Franzosen vorbei zu kommen.
„Schade, der Boxenstopp hat nicht ganz geklappt. Ich habe es bis zur Zielflagge
probiert. Mein Auto war heute reif für einen Sieg.“ Ekström belegt
im Klassement hinter Bernd Schneider, Christijan Albers und Marcel Fässler
den vierten Rang. Teamchef Hans-Jürgen Abt konnte sich nicht nur über
die starke Leistung von Ekström freuen. Auch Audi-Junior Peter Terting
ließ den Allgäuer strahlen. Der 19-Jährige fuhr mit einem
Vorjahres-Abt-Audi in seiner
DTM-Premierensaison als
Achter erstmals in die Punkteränge. Und der entthronte DTM-Champion
2002, Laurent Aiello, übergab würdig seine Meisterkrone: Der
Franzose, im August am Nürburgring siegreich, fuhr vom 15. Startplatz
auf Rang fünf nach vorne. „Es ist sehr eng vorne an der Spitze, man
muss immer perfekt aussortiert sein“, bilanzierte Hans-Jürgen Abt.
„Ich freue mich schon auf die Saison 2004, da werden wir wieder voll angreifen.“
Opel-Sportchef Volker
Strycek: „Es war ein großartiges Finale“
Opel-Sportchef Volker Strycek
zog trotz des knapp verpassten Podiumsplatzes von Peter Dumbreck, der Vierter
wurde, ein
zufriedenes Saisonfazit:
„Es war für alle unheimlich spannend. Wir wären gerne aufs Podium
gefahren, denn Peter war heute von Anfang an vorne dabei. Er ist ein gigantisches
Rennen gefahren. Aber wenn es an der Spitze so eng ist, dann verliert man
schon mit dem kleinsten Fahrfehler einen Platz. Wir haben uns im Laufe
der Saison stetig weiterentwickelt und waren in den letzten Rennen siegfähig.
Genau das wollten wir erreichen, und gerade hier bei diesem großartigen
Finale haben wir es auch noch einmal gezeigt. Glückwunsch an Bernd
Schneider, er ist ein verdienter Champion.“ Opels Bester, Peter Dumbreck,
der auch 2004 für die Rüsselsheimer starten wird, blickte nach
seinem vierten Platz nach vorne: „Ich habe hart gekämpft, aber es
hat nicht ganz gereicht. Nun machen wir 2004 dort weiter, wo wir hier aufgehört
haben. Ich bin sehr
zufrieden mit der Saison.
Mein Ziel ist ganz einfach für 2004: Ich möchte bei Opel bleiben
und die Meisterschaft gewinnen!“
Ergebnis Rennen
1. Jean Alesi (Mercedes-Benz)
37 Runden in 1:00.46,013 Minuten (Schnitt
167,102 km/h)
2. Mattias Ekström (Abt-Audi)
0,213 Sekunden zurück
3. Marcel Fässler (Mercedes-Benz)
4,295 Sekunden zurück
4. Peter Dumbreck (Opel)
5,350 Sekunden zurück
5. Laurent Aiello (Abt-Audi)
7,303 Sekunden zurück
6. Bernd Schneider (Mercedes-Benz)
14,566 Sekunden zurück
7. Timo Scheider (Opel)
26,709 Sekunden zurück
8. Peter Terting (Abt-Audi)
32,935 Sekunden zurück
9. Christian Abt (Abt-Audi)
34,340 Sekunden zurück
10. Alain Menu (Opel)
35,510 Sekunden zurück
Aktuelle Informationen rund
um die DTM gibt’s auch unter der offiziellen Homepage www.dtm.de
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