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Als erstem Rennfahrer überhaupt ist es Bernd Schneider
(Mercedes-Benz) gelungen, seinen Titel als Deutscher Tourenwagenmeister
zu verteidigen: Im achten von zehn Rennen zur DTM (Deutsche Tourenwagen
Masters) sicherte sich der 37-Jährige mit einem souveränen und
nie gefährdeten Sieg vorzeitig seinen insgesamt dritten DTM-Titel.
In der Meisterschaft führt Schneider bei zwei noch ausstehenden Rennen
uneinholbar mit 137 Punkten vor Markenkollege Uwe Alzen (77 Punkte) und
Laurent Aiello (Abt-Audi, 75 Punkte).
Es war Schneiders 34. DTM-Sieg. Er gewann mit mehr als acht Sekunden
Vorsprung vor Laurent Aiello im Abt-Audi TT-R und Uwe Alzen. Vierter des
turbulenten Rennens, in dem mehrere Autos nach einer Startkollision ausgeschieden
waren, wurde Manuel Reuter im Opel Astra V8 Coupé.
Der alte und neue Meister hatte das Rennwochenende auf dem A1-Ring nach
Belieben dominiert, war in allen Trainingssitzungen vorne, eroberte die
Pole Position, verteidigte sie im Qualifikationsrennen und setzte sich
schließlich uneinholbar im Wertungslauf durch. "Es war ein überwältigendes
Wochenende", sagte Schneider glücklich. "Ich war von Freitag bis heute
immer Schnellster, und das ist in der DTM absolut ungewöhnlich. Das
Auto war perfekt von Anfang an, und ich wollte alles geben und alles rausholen.
Es hat mir einen Riesenspaß gemacht." Laurent Aiello gratulierte
dem neuen Meister und sagte: "Es ist eine Ehre, gegen einen Champion wie
Bernd zu kämpfen – und eine ständige große Herausforderung."
Der letztjährige Vizemeister Manuel Reuter
kündigte an: "Nächstes Jahr werden wir alles versuchen, um
es Bernd nicht so einfach zu machen."
Für Reuter war es das beste Ergebnis in diesem Jahr, nach Rang
fünf am Nürburgring vor zwei Wochen. Der Wahl-Österreicher
schaffte damit den Sprung auf Rang zehn der Meisterschaft. "Wir hatten
dieses Mal auch das Glück des Tüchtigen. Unsere Taktik hat gepasst,
und ich bin froh, Platz vier nach Hause gefahren zu haben. Seit Norisring
gibt es einen Aufwärtstrend bei Opel, den wir von Rennen zu Rennen
bestätigen. Das Potenzial reicht zwar noch nicht für einen Sieg,
aber wenn wir uns auf den Plätzen vier bis fünf stabilisieren,
ist das super. Dann könnte auch noch ein Podiumsplatz drin sein."
Alzen und Aiello steht nun in Zandvoort und Hockenheim – gerade zwei
Punkte voneinander getrennt – noch ein packender Kampf um die Vizemeisterschaft
bevor, bei der auch die beiden Mercedes-Piloten Peter Dumbreck mit 67 und
Marcel Fässler mit 60 Punkten ein Wörtchen mitreden möchten.
Aiello: "Das Rennen hier am A1-Ring war hart. Ich habe am Anfang jede Runde
wie ein Löwe gepuscht, das war wie im Qualifying. Als ich aber gemerkt
habe, dass an Bernd nicht heranzukommen war, habe ich es etwas ruhiger
angehen lassen, um die Bremsen ein wenig zu schonen, die hier sehr stark
beansprucht werden." Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt: "Wir hätten
es nie für möglich gehalten, dass wir in diesem Jahr um den zweiten
Platz in der Meisterschaft kämpfen können, und nun ist Laurent
ganz nah dran. Das freut und motiviert uns sehr. Die Rennen in Zandvoort
und Hockenheim werden noch Mal richtige Highlights."
Ergebnis Rennen:
1. Bernd Schneider (Mercedes) 41:31,417 Minuten
2. Laurent Aiello (Abt-Audi) 8,371 Sekunden zurück
3. Uwe Alzen (Mercedes) 20,362
4. Manuel Reuter (Opel) 23,241
5. Patrick Huisman (Mercedes) 26,896
6. Marcel Fässler (Mercedes) 32,234
7. Hubert Haupt (Opel) 38,175
8. Yves Oliver (Opel) 40,174
9. Joachim Winkelhock (Opel) 48,086
10. Darren Turner (Mercedes) 1:10,301
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