|
Zanardi beim ETTC Finale
Von Fabian-P. Wiedl
Als publik wurde, dass Alex Zanardi beim ETCC Finale in einem umgebauten
ETCC BMW des Ravaglia Teams an den Start gehen will, waren sehr schnell
Stimmen zu hören, welche befürchteten, dass Zanardi unfreiwillig
als Werbestar missbraucht werden könnte. Diese Stimmen verstummten
allerdings sehr schnell als sich Zanardi, welcher bei beim CART Lauf 2001
auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte, das erste Mal in den umgebauten
BMW 320i (mit Handgas und einer Handschaltung) setze. Der BMW wiegt mit
dem gesamten Zusatzequipment ca. 22 Kilogramm mehr als die Fahrzeuge der
Konkurrenz.
Beim Zeittraining am Samstag qualifizierte sich der Bolognesers als
Elfter und hatte dabei nur 1,158 Sekunden Rückstand auf Polesitter
Jörg Müller. Diese Zeit ist umso beachtlicher, da Zanardi auf
Grund eines defekten Impulsgebers für die Kupplung, das erste freie
Training hat ausfallen lassen müssen. Alex Zanardi wäre nicht
Zanardi, wenn er an seiner guten Leistung was auszusetzen hätte.
„Ausgangs der Ascari habe ich kurz den Leelauf erwischt und dabei etwa
drei Zehntel verloren. Mir fehlt noch die Erfahrung. Die Testfahrten vor
dem Rennen haben mir zwar geholfen, aber ich muss mich einfach noch zu
sehr darauf konzentrieren, eine fliegende Runde ohne Dreher bzw. Fehler
hinzukriegen.“
Im ersten Lauf legte Alex Zanardi einen sehr guten Start hin, ehe das
Glück Ihn verließ. Er viel einer Startkollision Rennleitung,
muss so etwas von Beginn an unterbinden, sonst geht dies immer so weiter
und schaukelt sich immer mehr auf.
Im Lauf Zwei kam Alex Zanardi gut durch die ersten Kurven und fuhr gleich
in die Punkte. Mit Platz Sieben holte er sich bei seinem Renncomeback gleich
zwei EM Punkte.
|