| |
Erster DTM-Sieg für Bernd Mayländer
beim Abschied vom Grand-Prix-Kurs
Mit einem fulminanten und hochspannenden Finale hat sich
die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) aus dieser Saison und vom Grand-Prix-Kurs
des Hockenheim-Rings verabschiedet. Bernd Mayländer (Team Eschmann-Stahl
AMG Mercedes) sicherte sich auf der 6,823 Kilometer langen Strecke souverän
den Sieg vor seinen Markenkollegen Peter Dumbreck und Bernd Schneider (beide
D2 AMG Mercedes).
Eine unglaubliche Aufholjagd zeigte der bereits auf dem A1-Ring als Meister
gekürte Schneider. Nach einem Unfall im Qualifikationsrennen nur als
Letzter in den Wertungslauf gestartet, wurde er Dritter. Auch der Vizemeister
der vergangenen Saison, Manuel Reuter (Opel Team Phoenix), bewies erneut
Kämpferqualitäten: Von Rang 15 gestartet, verpasste er einen
Podiumsplatz als Viertplatzierter nur um wenige Zentimeter. Bester Abt-Audi-Pilot
war Mattias Ekström (Abt Sportsline Junior) als Sechster. 65.000 Besucher
erlebten ein DTM-Finale nach Maß.
Mit Bernd Mayländer, der daneben das Safety Car in der Formel 1
steuert, erlebte die diesjährige DTM den sechsten Sieger im zehnten
Rennen. Drei Mal gewann Schneider, je zwei Mal holten Laurent Aiello (Abt-Audi)
und Uwe Alzen die Trophäe, je ein Mal Marcel Fässler und Dumbreck
(alle Mercedes). Hinter Meister Schneider sicherte sich Alzen im Finale
den zweiten Tabellenplatz, hinter ihm folgen in der Gesamtwertung Dumbreck
und Fässler sowie Aiello.
Der zunächst zweitplatzierte Schwabe Mayländer übernahm
nach einem Radwechsel-Problem beim Boxenstopp die Führung. Mayländer,
der wegen eines gebrochenen Fersenbeins drei Rennen aussetzen musste, verteidigte
seine Position bis ins Ziel souverän, während sich hinter ihm
zahlreiche Rad- an- Rad-Duelle abspielten. "Ich habe den Wetterumschwung
in meinem Fuß gespürt und die richtige Abstimmung gewählt",
scherzte der Sieger. "Mein Auto war so gut ausbalanciert, so perfekt, dass
ich nichts riskieren musste. Danke an meinen Teamchef Olaf Manthey und
meine Jungs in der Box, die mir mit ihrer Arbeit diesen Sieg ermöglicht
haben. Dass unser Eschmann-Stahl-Team im ersten DTM-Jahr den dritten Platz
in der Teamwertung geholt hat, ist ein Riesenerfolg."
Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte: "Die Autos von Eschmann-Stahl
waren am Wochenende mit Abstand die Schnellsten. Ich freue mich sehr für
Bernd, denn dieser Sieg war sicher der Durchbruch für ihn."
In den Kampf um die Vizemeisterschaft konnte der Franzose Laurent Aiello
nicht mehr eingreifen, nachdem er im Qualifikationsrennen einen mehrfachen
Überschlag mit seinem Abt-Audi TT-R erlebte: Er blieb unverletzt,
musste das Rennen aber vorzeitig beenden. Teamchef Hans-Jürgen Abt
bilanzierte: "Wir haben in diesem Jahr großartige Wochenenden mit
Siegen und Podiumsplätzen erlebt, dieses war ein schlechtes. Aber
drei unserer vier Fahrer liegen am Ende dieses Jahres in den Top Ten der
Tabelle, das ist ein super Ergebnis. Zudem denke ich, dass wir einfach
auch Farbe ins Spielfeld gebracht haben."
"Für uns geht eine bescheidene Saison zu Ende, und wir sind froh,
dass sie zu Ende geht", sagte Opel-Sportchef Volker Strycek: "Was Manuel
Reuter allerdings heute gezeigt hat, war außergewöhnlich. Er
hat sich Riesenkämpfe mit Alzen und Schneider geliefert, ist an Schneider
herangekommen. Wir hatten mit Michael Bartels die Pole Position, und eine
sehr Wettbewerbsfähigkeit des Astra Coupé im Rennen. Natürlich
liebäugelt man da mit einem Podiumsplatz. Schade, dass Michael so
viel Pech hatte, und auch Timo Scheider lag an
aussichtsreicher vierter Position, als er wegen eines Defekts an der
Servopumpe aufgeben musste."
Ergebnis Rennen
1. Bernd Mayländer (Mercedes) 32:36.174 Minuten
2. Peter Dumbreck (Mercedes) 3,414 Sekunden zurück
3. Bernd Schneider (Mercedes) 14.825
4. Manuel Reuter (Opel) 15.054
5. Marcel Fässler (Mercedes) 21.560
6. Mattias Ekström (Abt-Audi) 22.729
7. Uwe Alzen (Mercedes) 25.286
8. Darren Turner (Mercedes) 26.015
9. Christijan Albers (Mercedes) 29.774
10. Thomas Jäger (Mercedes) 34.669
Gesamtwertung
1. Bernd Schneider (Mercedes) 161 Punkte
2. Uwe Alzen (Mercedes) 101 Punkte
3. Peter Dumbreck (Mercedes) 88 Punkte
4. Marcel Fässler (Mercedes) 76 Punkte
5. Laurent Aiello (Abt-Audi) 75 Punkte
6. Patrick Huisman (Mercedes) 63 Punkte
7. Thomas Jäger (Mercedes) 43 Punkte
8. Mattias Ekström (Abt-Audi) 38 Punkte
9. Manuel Reuter (Opel) 35 Punkte
10. Christian Abt (Abt-Audi) 29 Punkte
|