Unten Hockenheim  28.-29. Oktober 2000

Rennen
Wie der Saisonstart und alle Rennen auf den unterschiedlichen Renn-
strecken - so war auch das letzte Rennen in Hockenheim geprägt von Spannung pur. Besonders die Opel-Piloten wollten zeigen, daß im nächsten Jahr der Sieg für Mercedes nicht mehr so einfach sein würde.
Die bereits im Training gezeigte Leistung von Reuter, Alzen und Hélary deuteten schon darauf hin, daß Opel nun im Finale zum verspäteten Schlußspurt ansetzen würde. Daß es sich die Opel-Piloten Reuter und Alzen aber selber schwer machten die Punkte aufzuteilen, war insbesondere für den Opel-Sportchef Volker Strycek nicht nachzuvollziehen: "Ich werde sicher mit meinen Fahrern ein ernstes Wort reden. Sie haben heute zu hart attackiert. Ansonsten positiv für Opel. Wir haben im ersten Rennen einen Doppelsieg (Anm. der Red.: Uwe Alzen erster Platz im ersten und zweiten Rennen) verbucht und im zweiten die Plätze eins bis vier belegt."
  Was ist passiert? Nach dem Start kamen Reuter und Alzen gut weg. Alzen, der ja als Kämpfer und "Heißsporn" bekannt ist, attackierte Reuter vehement. Als Reuter vor keiner Kurve anbremste, fuhr Alzen ihm ins Heck, so daß Manuel Reuter (Opel Team Phoenix) nicht mehr weiterfahren konnte.


Uwe Alzen und Volker Strycek

Alzen: "Daß Manuel durch mein Überholmanöver aus dem Rennen geworfen wurde, tut mir aufrichtig leid. Ansonsten freue ich mich natürlich riesig, die Saison mit einem Doppelsieg für Opel beenden zu können.

Im ersten Rennen lief der bereits vor dem Finale als Titelträger feststehende Mercedes-Pilot Bernd Schneider (D2 AMG Mercedes) nach sensationeller Aufholjagt als zweiter ein. Im zweiten Rennen hat der alte neue und Champion Pech, als er durch einen Rempler vom Opel-Pilot Michael Bartels ausfiel. Da die Mercedes-Junioren und ebenso der Altmeister Klaus Ludwig nichts entgegenzusetzen hatten, konnten die ersten vier Plätze an Opel gehen.

Ein Kuriosum am Rande: Da die Mechaniker den Wagen von Klaus Ludwig zu spät auf die Reifen gestellt hatten, sprachen die Renn- Kommissare für Ludwig eine Stopp- and- Go- Strafe aus. 

Auch die Audi-Piloten zeigten an, daß in der nächsten Saison mit dem modifizierten Audi-TT-R zu rechnen ist. Im zweiten Durchgang holte Thompson als Neunter zwei Meisterschaftspunkte für das Allgäuer Privatteam. Teamchef Hans-Jürgen Abt bilanzierte: "Fakt ist, daß es einen Riesenspaß gemacht hat, bei dieser großartigen Serie dabei zu sein. Nächstes Jahr kommen wir wieder - aber dann greifen wir nach der Spitze."

 
Fazit

Die DTM hat ihre Feuertaufe bestanden. Fast 55 Stunden- TV-Berichterstattung (wichtig für die Sponsoren) mit über 250 Millionen TV-Zuschauern, sowie DTM-Berichte in den Tageszeitungen in einer Auflagenhöhe von 225 Millionen machen die Serie zu einem Publikumserfolg. Durchschnittlich erlebten 60.000 Zuschauer die neuen Läufe. Norbert Haug: "Damit hat die neue DTM nahtlos an die Erfolge der alten DTM/ITC angeknüpft. Der Mythos DTM lebt.


1. Rennen

1. Uwe Alzen, Opel
2. Bernd Schneider, Mercedes, +6,785 sec.
3. Joachim Winkelhock, Opel, +8,567 sec.
4. Michael Bartels, Opel, +8,747 sec.
5. Marcel Fässler, Mercedes, +12,661 sec
6. Eric Hélary, Opel, +14,208 sec.
7. Peter Dumbreck, Mercedes, +14,636 sec.
8. Pedro Lamy, Mercedes, +15,429 sec.
9. Stefano Modena, Opel, +16,817
10. Darren Turner, Mercedes, +25,743

2. Rennen

1. Uwe Alzen, Opel
2. Joachim Winkelhock, Opel
3. Michael Bartels, Opel
4. Stefano Modena, Opel
5. Marcel Tiemann, Mercedes
6. Darren Turner, Mercedes
7. Eric Hélary, Opel
8. Thomas Jäger, Mercedes
9. James Thompson, Audi TT-R
10. Pedro Lamy, Mercedes

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