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Vorbericht
- Die Legende kehrt zurück:
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| Das dritte Saisonrennen der DTM (Norisring) zeigte, wie eng es in der
neu aufgelegten Serie zugeht. Konnte den ersten Lauf über 100 Kilometer
noch Pole-Setter Joachim Winkelhock (Opel) für sich entscheiden, war
es im zweiten Heat Mercedes-Pilot Schneider, der die Nase vorn hatte.
Der gebürtige Saarländer profitierte dabei nicht nur von seinen
Fahrkünsten, sondern auch von der Routine seines Teams. Die AMG-Truppe
holte Schneider bei abtrocknender Strecke an die Box und stattete ihn in
Rekordgeschwindigkeit mit Slicks aus.
„Da macht sich bemerkbar, dass AMG drei Jahre Erfahrungen im GT-Bereich gesammelt hat“, gestand der Zweiplatzierte in Rennen und Meisterschaft, Manuel Reuter (Opel), ein. „In diesem Bereich müssen wir noch dazulernen.“ Damit hat es sich aber auch in Sachen Lernbedarf für die Phoenix-Truppe, die das Opel V8 Coupé des dreifachen Le-Mans-Siegers einsetzt. Ist Reuter in der Meisterschaft derzeit auch „nur“ Zweiter, in der Teamwertung führt die Mannschaft aus der Eifel. Und für den Großen Preis der Tourenwagen dürfte sich das Team vorgenommen haben, eine noch bessere Leistung zu zeigen. Schließlich ist das Phoenix-Hauptquartier visàvis der Nordschleife, runde drei Kilometer von der Start-und-Ziel-Geraden des Nürburgrings entfernt.
Ludwig auf dem Vormarsch Nach drei Veranstaltungen mit je zwei Wertungsläufen steht es derzeit drei zu drei im Kampf von Mercedes gegen Opel. Die ersten Positionen besetzen mit Schneider gefolgt von seinen Opel-Konkurrenten Manuel Reuter und Joachim Winkelhock drei absolute Tourenwagen-Routiniers. Doch schon danach folgt mit dem schweizer Mercedes- Youngster Marcel Fässler der erste erfolgshungrige New Comer. Der 24-Jährige sorgte in der vergangenen Saison noch in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft für Furore und holte mit vier Siegen den Titel des Vizemeisters. Dass sich Fässler so ausgezeichnet in die Meisterschaft einführte, spricht für die DTM: Durch einheitliche Technik in vielen Bereichen halten die Macher der Serie die Einsatzkosten in Grenzen. Gleichzeitig sind die 460-PS-Boliden auf einheitlichem Stand – Evolutionsstufen und Wettrüsten sind abgeschafft. Ob sich der Youngster aus der Schweiz auf der aussichtsreichen Position wird halten können, ist allerdings fraglich. So lauert schon eine Position hinter ihm ein Pilot, der der DTM seinen Stempel aufdrücken konnte wie kein Zweiter und der noch dazu auf dem Nürburgring ein Heimspiel feiert: Klaus Ludwig, Deut-scher Tourenwagen-Meister von 1988, 1992 und 1994, hat nach einem durchwachsenen Saisonstart beim vergangenen Lauf auf dem Norisring kräftig Punkte sammeln können und ist auf dem Vormarsch.
Abt: Schritt nach vorne Doch auch andere Piloten brennen darauf, ihre Potenziale auszuspielen. Mit den privat eingesetzten Audi TT des Abt-Teams gibt es eine dritte Marke im Feld. Die Allgäuer haben zu Saisonbeginn noch Kinderkrankheiten an den erst spät fertig gestellten Einsatzfahrzeugen ausmerzen müssen, konnten den Abstand zum Rest des Feldes aber kontinuierlich verkleinern. Einen ersten Achtungserfolg erzielte der amtierende STW-Champion Christian Abt in Nürnberg: Mit dem elften Startplatz konnte er mitten in die Phalanx der werksseitig eingesetzten Opel und Mercedes eindringen. Auch, wenn in beiden Läufen nur einer der Audi TT-R die Zielflagge sah, war das Fazit des Wochenendes positiv: „Nach außen sieht unser Resultat schlechter aus, als in der internen Analyse“, resümierte Abt-Pilot Kris Nissen. „Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, wurden aber durch Defekte an Einheitsbauteilen gebremst.“ Haug: „Die coolste Meisterschaft unterhalb der Formel 1“ Die DTM ist nicht nur spannend, sie dürfte noch an Spannung gewinnen. Zu gut ist das Starterfeld, dass sich ein einzelner Pilot deutlich absetzen könnte. Und auch die Technik garantiert Chancengleichheit. Mercedes-Sportchef Norbert Haug war nach dem Norisring-Rennen überzeugt: „Was an fairem Sport in der DTM geboten wird, ist toll. Wir sind alle sehr froh, dass unser Konzept so gut funktioniert. Für mich ist die DTM heute die absolut coolste Meisterschaft unterhalb der Formel 1.“ Und sein Kollege im Hause Opel, Volker Strycek, ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass es auch bei den nächsten Rennen so eng zugehen wird, wie bisher. Die Karten werden immer wieder neu gemischt.“ Deutsche Formel-3-Meisterschaft: Die Formel-1-Fahrschule Das Highlight im DTM-Rahmenprogramm ist die Deutsche Formel-3-Meister-
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