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Der Auftritt des Teams Abt Sportsline beim Saisonauftakt
der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) in Hockenheim glich einer kleinen
Sensation: Obwohl die neuen Abt-Audi TT-R erst in letzter Sekundefertig
geworden waren, fuhren Christian Abt und Laurent Aiello auf Anhieb in die
Punkteränge. An diese Leistung will die Mannschaft am Nürburgring
natürlich anknüpfen - und absolviert deshalb ein umfangreiches
Vorbereitungsprogramm. „Der Anfang war schon ziemlich gut, aber wir haben
uns dieses Jahr noch mehr vorgenommen“, sagt Christian Abt.
Abt-Audi TTR in Oschersleben
DTM 2001
Nach zwei Tagen Auszeit knöpfte sich das Team um Albert Deuring die
vier Hasseröder-gelben Abt-Audi TT-R vor. „Wir haben die Fahrzeuge
komplett auseinander genommen und jedes einzelne Teil gecheckt“, berichtet
der Cheftechniker. „Das ist die ganz normale Prozedur nach einem absolvierten
Roll-out.“ Dabei haben die Mechaniker das Bremsenproblem am Fahrzeug von
Martin Tomczyk entdeckt und beseitigt. Auch die Ursache für den Defekt
am Tank des TT-R von Mattias Ekström, der einen Start des Schweden
beim Wertungslauf unmöglich machte, wurde gefunden. Deuring: „Ein
Kugelventil, das ein Auslaufen des Tanks bei einem Überschlag verhindert,
hatte sich verklemmt.“
Damit präsentieren sich die vier etwa 450 PS starken Rennautos
beim ersten Gastspiel in der Eifel in nochmals verbesserter Form - ebenso
wie die gesamte Mannschaft des Privatteams aus Kempten. „Vor dem Auftakt
haben wir uns nur auf die Fertigstellung der TT-R konzentriert. Jetzt müssen
Team und Auto weiter zusammenwachsen, das ist gerade am Anfang einer Saison
enorm wichtig“, weiß Teamchef Hans-Jürgen Abt. Dafür tritt
seine gesamte Mannschaft in dieser Woche auf dem Kemptener Fahrsicherheitszentrum
an, nur wenige hundert Meter von dem Unternehmen entfernt. Auf dem Programm:
Boxenstopps. „Wir arbeiten so hart an jeder Zehntelsekunde auf der Strecke.
Es wäre schade, wenn wir dann an der Box wertvolle Sekunden verlieren“,
sagt Abt.
Um die Motivation seiner Truppe braucht sich der Teamchef nicht zu sorgen:
Seine vier Schützlinge strotzen vor Selbstbewusstsein. Allen voran
die beiden Junioren Mattias Ekström und Martin Tomczyk, die schon
in Hockenheim ihr Können aufblitzen ließen und es in der Eifel
auch mit Ergebnissen untermauern wollen. Christian Abt und Laurent Aiello,
die den ersten Schritt in diesem Jahr - Punkte sammeln - bereits in Hockenheim
abgehakt haben, wollen sich ab dem Lauf auf dem Nürburgring auf das
nächste Ziel konzentrieren: Leistung bestätigen und vielleicht
sogar schon ums Podium
kämpfen.
Allerdings ist für die vier Piloten die Vorbereitung auf den Nürburgring
in diesen Tagen in den Hintergrund gerückt - zu groß ist die
Bestürzung über den Tod ihres bei Testfahrten verunglückten
Fahrerkollegen Michele Alboreto.
„Michele war für mich viel mehr als bloß ein Teamkollege“,
erklärt Christian Abt. „In einem der schönsten Momente meiner
Karriere, als wir als Dritte in Le Mans vor gut 100.000 Menschen auf dem
Podium standen, war Michele an meiner Seite. Wir alle haben einen großen
Motorsportler und Menschen verloren“, erklärt der Kemptener auch stellvertretend
für das gesamte Team Abt Sportsline und besonders Laurent Aiello,
der gemeinsam mit dem Italiener erst vor wenigen Wochen den Sieg beim 12-Stunden-Rennen
in Sebring errang. |