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Rennen Sonntag (vierter Saisonlauf)
Stefan Mücke siegt und übernimmt die Tabellenführung
Während es im gestrigen Samstagrennen im Mittelfeld krachte und
das Safety Car zum Einsatz kam, waren diesmal die Hinterbänkler betroffen:
Fabrizio del Monte, Sven Heidfeld, Hannes Lachinger und Norbert Siedler
schafften beim vierten Lauf zur Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft nur
wenige hundert Meter. Schon im Castrol-S verkeilten sich die vier Monoposti
und blockierten den 4,556 Kilometer langen Grand Prix-Kurs des Nürburgrings.
Erneut bremste das Safety Car das ursprünglich 31-köpfige Starterfeld
ein, um das Rennen nach vier Runden wieder frei zu geben.
Formel 3 - Speed und Faszination
Den besten Start erwischte Stefan Mücke (Dallara 3/01 Opel-Spiess).
Der Berliner schoss vom dritten Startplatz an die Spitze des Feldes, gefolgt
vom Japaner Toshihiro Kaneishi, der ebenfalls einen optimalen Start hinlegen
konnte. Erst auf Platz drei stach der Trainingsschnellste Frank Diefenbacher
in die erste von 18 Runden. Diefenbacher konnte beim Neustart jedoch wieder
einen Platz gewinnen, als sein Teamkollege Kaneishi die Einfahrt zur Veedol-Schikane
nicht optimal erwischte und hart über die Curbs ausweichen musste.
Lediglich bis zur siebten Runde konnte sich Frank Diefenbacher noch Hoffnungen
auf wichtige Meisterschaftspunkte machen, ehe eine Stopp-and-Go-Strafe
ihn ans Ende des Feldes warf: Die Rennleitung ahndete damit das Überholmanöver,
das unmittelbar vor dem Neustart stattgefunden hatte.
Vor allem Stefan Mücke profitierte von der Aktion. Nach zehn Runden
betrug sein Vorsprung schon 4,8 Sekunden, die er bis zu seinem Sieg auf
beachtliche 7,313 Sekunden ausbauen konnte. „Dieser Sieg ist wichtig, er
bringt mich an die Tabellenspitze und gibt mir eine Menge Motivation. Der
dritte Platz meines Teamkollegen Winkelhock freut mich besonders, er zeigt
nämlich, wie gut unser Team sortiert ist“, analysierte der 19-Jährige.
Ab Runde zwölf musste Pierre Kaffer (Burgbrohl) zurückstecken.
Rang um Rang fiel der bis dahin Drittplatzierte zurück, um am Ende
nur den siebten Platz zu erreichen: „Schon in der Einführungsrunde
fing meine Kupplung an zu schleifen, später wurde es immer schlimmer.“
So konnte Toshihiro Kaneishi einen nie gefährdeten zweiten Platz belegen.
Den dritten Platz kassierte Markus Winkelhock (Waiblingen), den man jetzt
sogar zum Favoritenkreis im Kampf um den Meistertitel rechnen kann. Einmal
mehr lieferte der Formel-3-Neuling ein fehlerfreies Rennen. Winkelhock
gehört zu den wenigen Piloten, die in den bisherigen vier Rennen jeweils
in die Punkteränge fahren konnten.
Wie im Samstagrennen kam der Japaner Kousuke Matsuura erneut auf Platz
vier ins Ziel, gefolgt von Tony Schmidt (Solingen) und Tom van Bavel (Belgien).
Hinter dem Ungar Zsolt Baumgarter sammelte der Österreicher Robert
Lechner auf Platz neun seine ersten beiden Meisterschaftspunkte. Noch in
der letzten Runde kollidierten Raffaele Giammaria (Italien) und Björn
Wirdheim (Schweden) im Castrol-S. Zuvor hatten sich die beiden Streithähne
eine harten Fight mit dem Briten Gary Paffett geliefert, der allerdings
schadlos blieb und auf dem zehnten Platz abgewunken wurde. |