Unten Oschersleben 18.-20.05. 2001

F3 - 6. Lauf 

Kaffer im Glück / Kaneishi weiter Spitzenreiter / Pech für 
Paffett
Des einen Freud ist des anderen Leid – diese Weisheit offenbarte sich beim sechsten Lauf zur Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft 2001. Auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs im Motopark Oschersleben siegte Pierre Kaffer, nur weil Gary Paffett mit Motorschaden ausfiel. 
Der 24-jährige Pierre Kaffer holte sich im Dallara Mugen-Honda aus dem Team Kolles Racing den zweiten Saisonsieg mit 3,118 Sekunden Vorsprung. Bis zur fünften von 22 Runden sah allerdings der 20-jährige Brite Gary Paffett wie der sichere Sieger aus. Nachdem er sich beim Start am Japaner Toshihiro Kaneishi (Dallara Opel-Spiess) vorbeigeschoben hatte, musste Paffett seinen Dallara Renault-Sodemo mit defektem Motor an der Box abstellen. Danach war der Weg für Kaffer frei, um einen dann nie mehr gefährdeten Sieg zu kassieren. Kaneishi konnte sich über seinen zweiten Platz nicht so recht freuen, da er durch einen total verpatzten Start den möglichen Sieg verschenkt hatte. Der sichere dritte Rang war Frank Diefenbacher (Pforzheim) lieber, als einen eventuellen Crash zu riskieren. Während des gesamten Rennens kauerte der 19-Jährige im Dallara Opel-Spiess unter dem Heckflügel seines Teamkollegen Kaneishi, unternahm allerdings keinen Überholversuch, der nur mit Gewalt hätte erzwungen werden können.


Pierre Kaffer in Oschersleben 2001

Nachdem er gestern die Tabellenführung von Stefan Mücke 
(Berlin) übernehmen konnte, reichen die 15 Punkte für den 
zweiten Platz Toshihiro Kaneishi, um weiter Spitzenreiter 
zu bleiben. Mit nur fünf Punkte Rückstand und 67 Zählern 
liegt Kaffer nun nach sechs von zwanzig Rennen auf 
Tabellenplatz zwei vor Frank Diefenbacher (58 Punkte) auf 
Platz drei. Stefan Mücke freute sich sogar noch über den 
neunten Platz und zwei weitere Meisterschaftspunkte. Mücke 
musste nach einem total verkorksten Training vom 20. Platz 
starten und konnte durch einen erneut tollen Start viele 
Plätze gewinnen.

Den vierten Rang belegte der Österreicher Bernhard Auinger, 
obwohl er in der 15. Runde mit allen vier Rädern neben die 
Strecke geriet. Dieses Missgeschick passierte auch Tony 
Schmidt, der später überzeugt war, das dieser Ausrutscher 
ihm einen Podestplatz gekostet habe. Der Solinger wurde so 
an fünfter Stelle abgewinkt. Ein nur leicht versöhnlicher 
sechster Platz sprang für Robert Lechner heraus. Obwohl der 
Österreicher, der 1998 bereits Vizemeister in der Deutschen 
Formel-3-Meisterschaft war, in dieser Saison noch immer 
seinem ersten Podestplatz hinterher rennt. Die Probleme an 
seinem Auto sind noch immer nicht eingegrenzt.

Der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira brachte sich ebenso 
um einen bessere Platzierung wie der Finne Kari Mäenpää und 
der Italiener Marc Caldonazzi – alle drei Piloten rutschten 
neben die kurvenreiche Piste. Schon nach der zweiten Runde 
musste der Belgier Nicolas Stelandre an die Box, weil sich 
die Motorhaube seines Monoposto gelöst hatte. Den letzten 
Punkt für den Ehrenplatz holte sich der Finne Kimmo 
Liimatainen auf dem zehnten Rang. 

Die beiden nächsten Läufe finden am 16. und 17. Juni auf 
dem Sachsenring statt.

Offizieller Pressetext der Formel-3- Vereinigung e.      
www.formel3.com 20.05.01
 

 
 

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© copyright by Redaktionsbüro Kebschull   15.05. 2001