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Kaffer im Glück / Kaneishi weiter Spitzenreiter / Pech für
Paffett
Des einen Freud ist des anderen Leid – diese Weisheit offenbarte
sich beim sechsten Lauf zur Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft 2001.
Auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs im Motopark Oschersleben siegte Pierre
Kaffer, nur weil Gary Paffett mit Motorschaden ausfiel.
Der 24-jährige Pierre Kaffer holte sich im Dallara Mugen-Honda aus
dem Team Kolles Racing den zweiten Saisonsieg mit 3,118 Sekunden Vorsprung.
Bis zur fünften von 22 Runden sah allerdings der 20-jährige Brite
Gary Paffett wie der sichere Sieger aus. Nachdem er sich beim Start am
Japaner Toshihiro Kaneishi (Dallara Opel-Spiess) vorbeigeschoben hatte,
musste Paffett seinen Dallara Renault-Sodemo mit defektem Motor an der
Box abstellen. Danach war der Weg für Kaffer frei, um einen dann nie
mehr gefährdeten Sieg zu kassieren. Kaneishi konnte sich über
seinen zweiten Platz nicht so recht freuen, da er durch einen total verpatzten
Start den möglichen Sieg verschenkt hatte. Der sichere dritte Rang
war Frank Diefenbacher (Pforzheim) lieber, als einen eventuellen Crash
zu riskieren. Während des gesamten Rennens kauerte der 19-Jährige
im Dallara Opel-Spiess unter dem Heckflügel seines Teamkollegen Kaneishi,
unternahm allerdings keinen Überholversuch, der nur mit Gewalt hätte
erzwungen werden können.
Pierre Kaffer in Oschersleben 2001
Nachdem er gestern die Tabellenführung von Stefan Mücke
(Berlin) übernehmen konnte, reichen die 15 Punkte für den
zweiten Platz Toshihiro Kaneishi, um weiter Spitzenreiter
zu bleiben. Mit nur fünf Punkte Rückstand und 67 Zählern
liegt Kaffer nun nach sechs von zwanzig Rennen auf
Tabellenplatz zwei vor Frank Diefenbacher (58 Punkte) auf
Platz drei. Stefan Mücke freute sich sogar noch über den
neunten Platz und zwei weitere Meisterschaftspunkte. Mücke
musste nach einem total verkorksten Training vom 20. Platz
starten und konnte durch einen erneut tollen Start viele
Plätze gewinnen.
Den vierten Rang belegte der Österreicher Bernhard Auinger,
obwohl er in der 15. Runde mit allen vier Rädern neben die
Strecke geriet. Dieses Missgeschick passierte auch Tony
Schmidt, der später überzeugt war, das dieser Ausrutscher
ihm einen Podestplatz gekostet habe. Der Solinger wurde so
an fünfter Stelle abgewinkt. Ein nur leicht versöhnlicher
sechster Platz sprang für Robert Lechner heraus. Obwohl der
Österreicher, der 1998 bereits Vizemeister in der Deutschen
Formel-3-Meisterschaft war, in dieser Saison noch immer
seinem ersten Podestplatz hinterher rennt. Die Probleme an
seinem Auto sind noch immer nicht eingegrenzt.
Der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira brachte sich ebenso
um einen bessere Platzierung wie der Finne Kari Mäenpää
und
der Italiener Marc Caldonazzi – alle drei Piloten rutschten
neben die kurvenreiche Piste. Schon nach der zweiten Runde
musste der Belgier Nicolas Stelandre an die Box, weil sich
die Motorhaube seines Monoposto gelöst hatte. Den letzten
Punkt für den Ehrenplatz holte sich der Finne Kimmo
Liimatainen auf dem zehnten Rang.
Die beiden nächsten Läufe finden am 16. und 17. Juni auf
dem Sachsenring statt.
Offizieller Pressetext der Formel-3- Vereinigung e.
www.formel3.com 20.05.01
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