Nur eines ist sicher: Spannung gibt's jede Menge
Vier Rennen, drei verschiedene Sieger. Erfahrene Piloten sehen sich
unter Druck von furchtlosen Rookies. Mehr als 30 Monoposti und Fahrer aus
13 Nationen - dies ist die Int. Deutsche Formel-3-Meisterschaft des Jahrgangs
2001. Vor vier Wochen schoss Frank Diefenbacher in Hockenheim ein Feuerwerk
ab, dass der Konkurrenz Angst und Bange wurde. Der 19-jährige Pforzheimer
gewann alles, was es zu gewinnen gab: jede Trainingssitzung, beide Rennen
und den Rundenrekord. Zwei Wochen später stand er am Nürburgring
mit leeren Händen da: nicht ein einziges Pünktchen überließen
ihm die Konkurrenten - auch das ist die Int. Deutsche Formel-3-Meisterschaft.
Heute ganz oben, morgen ganz unten. Spannender kann es nicht sein.
Stefan Mücke, Nürburgring 2001
Deshalb fiebern die Jungs dem fünften und sechsten Saisonlauf entgegen.
Darum brennen sie darauf, in den Motopark Oschersleben zu stürmen.
Vor allem Stefan Mücke kommt hierhin mit einer gehörigen Portion
Motivation und mit sieben Punkten Vorsprung in der Tabelle: "Vor zwei Wochen
standen mein Teamkollege Markus Winkelhock und ich nach beiden Rennen auf
dem Siegerpodest. Dies zeigt auch, wie effektiv und kompetent unser Team
arbeitet. Deshalb bin ich für die Läufe in Oschersleben guter
Dinge." Natürlich kommt der 19-jährige Kfz-Mechaniker aus Berlin
gerne in den Motopark: "Man fährt halt vor heimischem Publikum." Dennoch
lassen sich daraus kaum Vorteile ableiten. Das berühmte ‚Heimspiel'
gibt es in der Formel 3 schon lange nicht mehr. Viel zu professionell sind
die Teams, als das nicht jede Testchance genutzt würde - auf jeder
Strecke und nicht nur auf der, die dem Wohnort am nächsten liegt.
Frank Diefenbacher, Nürburgring 2001
Die bisherigen vier Saisonläufe habe es deutlich gezeigt, die Grundvoraussetzung
für ein gutes Rennresultat ist immer ein optimales Training. Wer keinen
Startplatz in den ersten drei Reihen erzielen kann, hat normalerweise keine
Siegchancen. Deshalb sollte man auf Anhieb fit sein. Alles muss passen.
In der Regel trennt den Trainingsbesten und den Glücklosen auf Platz
20 nicht einmal eine einzige Sekunde.
Bereits im Motopark Oschersleben könnte sich ein Trend im höchsten
deutschen Formel-Championat abzeichnen: Ist Diefenbacher in der Lage, wieder
an die Spitze zu stürmen, oder legt Mücke noch einen drauf? Was
macht Kaffer? Und übrigens, wann endlich kommt Robert Lechner? Der
Österreicher war bereits 1998 Vizemeister und wird derzeit völlig
unter Wert geschlagen. Er hat locker das Zeug, Rennen zu gewinnen. So wie
die Experten es mindestens auch zehn anderen Piloten zutrauen.
Man darf also gespannt sein, denn berechnen lässt sich in der Int.
Deutschen Formel-3-Meisterschaft überhaupt nichts. Eine Prognose für
die beiden 22-Runden-Rennen im 3,667 Kilometer langen Motopark Oschersleben
gibt's deshalb nicht. Nur eines ist sicher: Es wird spannend. Deshalb widmet
das DSF der Formel 3 eine Liveübertragung, am Samstag, 19. Mai, zwischen
16.15 Uhr und 17.45 Uhr. Am Sonntag, 20. Mai berichtet man zwischen 19.15
Uhr und 20.45 Uhr exklusiv.
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