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Marcel Fässler feiert ersten DTM-Sieg
und fährt nächste Woche in Monaco das Safety Car der Formel 1
– Abt-Audi auf den Plätzen fünf bis sieben
Oschersleben. Der erst 24-jährige Schweizer Marcel Fässler
hat im Mercedes-Benz CLK-DTM seinen ersten Sieg in der DTM (Deutsche Tourenwagen
Masters) geschafft. Als "Belohnung", so Mercedes-Motorsportchef Norbert
Haug, darf Fässler kommende Woche in Monaco das Safety Car der Formel
1 fahren. Auf Rang zwei kam in Oschersleben Meister Bernd Schneider ins
Ziel, gefolgt von Uwe Alzen auf Platz drei (beide Mercedes-Benz). Das Team
Abt Sportsline bestätigte sein gutes Ergebnis vom Nürburgring,
wo Laurent Aiello siegte, mit den Plätzen fünf bis sieben für
Aiello, Christian Abt und Mattias Ekström.
Marcel Fässler in Oschersleben
vor seinem ersten DTM-Sieg
Bis kurz vor Schluss lieferten sich Marcel Fässler und Bernd Schneider
ein packendes Duell um die Führung. Nachdem Fässler Platz eins
wegen eines Ausrutschers zwischenzeitlich an Schneider verloren hatte,
gelang es ihm auf Grund einer besseren Strategie, diese Position zurückzuerobern:
Er war drei Runden früher als Schneider in der Box zum Reifenwechsel
und konnte danach mit frischen Dunlop-Reifen einen Vorsprung herausfahren.
Bis zum Schluss kämpften beide hart und fair miteinander, berührten
sich sogar fast. Als Schneider kurz von der Strecke rutschte, war Fässler
der Sieg sicher.
"Ich wusste, dass Bernd nicht vorbei fahren konnte. Ich war zwar etwas
langsamer als er, aber bei dieser schmalen Strecke hier ist Überholen
wirklich nicht einfach", sagte ein strahlender Sieger Fässler. Ein
großes Kompliment sprach er seinem Team aus, das ihn beim Pflicht-Boxenstopp
zügig abfertigte: "Ohne meine Mannschaft wäre ich nicht Erster
geworden. Dies ist der wichtigste Sieg meiner bisherigen Karriere." Ob
Fässler nun ein ernsthafter Titelkandidat ist? "Abwarten. Ich fahre
ein Rennen nach dem anderen. Aber klar ist, dass ich am liebsten jedes
Mal gewinnen würde." Zunächst wird er aber am kommenden Wochenende
in Monaco im Safety Car der Formel 1 Platz nehmen. Das hatte Norbert Haug
ihm für den Fall eines DTM-Sieges vor dem Rennen versprochen. Fässler:
"Das ist eine große Ehre für mich."
Routinier Schneider zollte dem Youngster Respekt: "Glückwunsch,
eine tolle Leistung. Ich wäre gerne noch vorbeigekommen, aber es hat
nicht gereicht. Als ich es zum Schluss noch mal versuchte, rutschte ich
von der Strecke. Ich war froh, dass ich das Rennen noch beenden konnte."
Richtig "happy" war Uwe Alzen auf Rang drei: "Der Knoten ist geplatzt.
Jetzt fahre ich hochmotiviert zum Sachsenring." Etwas enttäuscht hingegen
Laurent Aiello: "Ich hatte mir mehr erhofft, weil wir hier in Oschersleben
schnell unterwegs waren. Das Qualifikationsrennen war okay, aber im Wertungslauf
hatte ich einen schlechten Start. Ich glaube, wir hatten einen Fehler im
Setup, das führte zum Untersteuern. Es war schwer, den Mercedes zu
folgen." Über die "geschlossene Teamleistung" seiner Fahrer freute
sich Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt: "Das war super. Und Martin Tomczyk
wäre auch mit dabei gewesen, wenn er das Rennen nicht wegen Rückenschmerzen
früher hätte beenden müssen."
Bester Opel-Pilot: Timo Scheider auf Rang zwölf: "Klar wären
wir gerne weiter vorne. Aber wir müssen jetzt die vierwöchige
Pause bis zum Sachsenring nutzen, um das Auto von Grund auf durchzuarbeiten."
Nächster DTM-Lauf vom 15.-17. Juni, Sachsenring, DTM Ticket Line
01805 / 77 55 77.
Ergebnis:
1. Marcel Fässler (Mercedes), 40:16,699 min;
2. Bernd Schneider (Mercedes) 4,228 sec zurück;
3. Uwe Alzen (Mercedes), 5,209 sec zurück;
4. Peter Dumbreck (Mercedes), 10,524 sec zurück;
5. Laurent Aiello (Audi), 12,170 sec zurück;
6. Christian Abt (Audi), 16,658 sec;
7. Mattias Ekström (Audi), 19,839 sec zurück;
8. Marcel Tiemann (Mercedes), 24,844 sec zurück;
9. Patrick Huisman (Mercedes), 32,837 sec zurück;
10. Thomas Jäger (Mercedes), 36,678 sec zurück
Stand in der Meisterschaft nach drei von zehn Rennen:
1. Bernd Schneider 54 Punkte,
2. Marcel Fässler 46 Punkte,
3. Laurent Aiello 37 Punkte,
4. Peter Dumbreck 28 Punkte,
5. Thomas Jäger 22 Punkte,
6. Uwe Alzen 22 Punkte,
7. Martin Tomczyk 12 Punkte,
8. Pedro Lamy 12 Punkte,
9. Christian Abt 7 Punkte,
10. Mattias Ekström 6 Punkte |